Preisverleihung 2013 ein grosser Erfolg

Tilla Jacomet und Leyla Kanyare


Die Preisverleihung vom 5. November im Rathaus der Stadt Bern war ein grosser Erfolg. Nach einer kurzen Ehrung der verstorbenen Gründerin und Präsidentin der Stiftung, Frau Lotti Jacobi-Hertig, konnte der Doppelpreis 2013 vor vollem Haus vergeben werden. Nebst dem Schweizer Publikum waren eine grosse Zahl festlich gekleideter Somalierinnen und Somalier aus der ganzen Schweiz angereist, die dem Anlass eine farbenfrohe Note verliehen.
Der Doppelpreis 2013 symbolisiert den Zusammenhang zwischen Menschenrechtsfragen im Ausland und in der Schweiz und ermöglicht es, gleich zwei verdiente Frauen ehren zu können: Leyla Kanyare aus Somalia (seit 1991 in der Schweiz), Gründerin des Somalischen Integrationsvereins der Ostschweiz, Übersetzerin und engagierte Kulturvermittlerin und Tilla Jacomet, Juristin und Leiterin der Heks-Rechtsberatungsstellen für Asylsuchende St.Gallen-Appenzell und Thurgau.
Nach mehr als 20 PreisträgerInnen aus dem Ausland würdigte die Stiftung erstmals wieder zwei in der Schweiz wirkende Frauen für ihr ausserordentliches Engagement, nämlich zugunsten von asylsuchenden Menschen. Beide tragen sie zum verbesserten und fairen Umgang mit Asylsuchenden und Flüchtlingen bei. Die frühere National- und Europarätin und Mitglied des Preiskomitees der Stiftung, Ruth-Gaby Vermot-Mangold, würdigte die Verdienste der Preisträgerinnen und überreichte Preisurkunden und Blumen. Die so Geehrten verdankten den Preis als eine wichtige Anerkennung und betonten, dass sie die Auszeichnung als exemplarisch für eine grosse Zahl von menschenrechtlich engagierten MitarbeiterInnen und AktivistInnen in der Schweiz entgegennehmen.
Die Festrede hielt der Gewinner des Schweizer Buchpreises 2011, Catalin Dorian Florescu. Er hielt den Preisträgerinnen zugute, dass sie im andern immer den Menschen sehen, ihm immer eine Chance zubilligen ‚als jemandem, der mit Talent und Geschick sein Leben wird meistern können‘. Er empfiehlt, nicht mit nationalistischen Identitätsschablonen aufeinander zu zu gehen, sondern zuerst ‘zu schauen und über so viel Leben zu staunen‘.

Weitere Informationen:

Traurig, aber auch dankbar
müssen wir mitteilen, dass

Lotti Jacobi-Hertig

(geb.20. Dez.1922)

am 27. Oktober 2013 verstorben ist.

Lotti Jacobi-Hertig

Lotti Jacobi-Hertig hat unsere Stiftung im Jahr 1972 gegründet und seither als Gönnerin und Präsidentin massgebend gestaltet und geprägt. Mit ihrem grosszügigen, weltoffenen Engagement hat sie es möglich gemacht, dass Menschen aus den verschiedensten Ländern dieser Welt, die sich in hervorragender Weise um Freiheit und Menschenrechte verdient gemacht haben, die ihnen gebührende Wertschätzung, Unterstützung und Ermutigung erfahren durften.
Lotti Jacobi-Hertig wird uns auf unserem Weg weiter als Vorbild begleiten. Wir behalten ihr ein ehrendes Andenken.


Stiftungsrat und Preiskomitee